Montag, 1. Dezember 2014

What vegans eat (in America)

Endlich komme ich dazu, einen Blogpost zu schreiben, der mir schon lange im Kopf rumschwirrt. 
Ich wuerde euch gerne zeigen, was ich hier in Amerika so esse und euch somit vielleicht auch die ein oder andere Idee fuer das naechste Mittagessen auf den Weg geben.




Pancakes. Ich bin in Amerika und natuerlich muss ich mir dann einmal Pancakes machen. Die meiner Familie dufteten immer herrlich, waren aber nicht vegan. Also musste ein fuer mich passendes Rezept her. Passenderweise hielt ich mich zu der Zeit viel auf der Blog Maple Spice auf und fand dort ein wirklich lecker klingendes Pancake-Rezept. Es ist sehr simpel und einfach zu machen, die Zutaten hat man eigentlich immer im Haus: Mehl, Zucker, Backpulver, Sprudel. Ich habe das erste Mal Pancakes gemacht und sie sind wirklich klasse gworden! Fluffig und weich. Und da dies ein Basic-Rezept ist, kann man es nach Lust und Laune veraendern: Zimt und Zucker rein, Aepfel drauf oder auch mal herzhaft mit veganem Kaese oder veganem Bacon. 
Ausserdem kann man den Teig ganz leicht am Abend vorbereiten und muss so am Sonntagmorgen die Pancakes nur noch backen. Definitiv etwas, was ich mit nach Deutschland nehmen werde! Auf dem Foto gibt es die kleinen Kuechlein uebrigens ganz klassisch mit Ahornsirup.




Amerikaner haben einen an der Waffel. Die essen Boiled Peanuts. Erdnuesse, mit Schale gekocht. Ernuesse sind soo lecker und die verhunzen die total! Sie schmecken nicht mehr nach Erdnuessen und haben eine Konsistenz von Bohnen. Genau das richtige fuer mich...nicht. Kann ich auch nicht weiter empfehlen. Vielleicht ist der europaeische Gaumen dafuer einfach nicht gemacht. Nie wieder!




Tadaa! Eine egane TK Pizza! Das gute Stueck ist von der Firma Daiya und mit Gemuese und Daiya Kaese belegt. Sie war sehr lecker, aber genauer werde ich noch in einer Rezension darauf eingehen.




Ich praesentiere: Das beste vegane "BLT" Sandwich, was ich je gegessen habe! Nach dem Besuch des Georgia Aquarium haben wir im Restaurant True Food Kitchen zu Mittag gegessen. Das Konzept des Ladens ist supertoll, es lohnt sich wirklich ein Blick auf die Website. Sie setzen auf wenig Fleisch, viel Gemuese und frische, lokale Produkte. Ich wuenschte, die wuerden auch ein Restaurant in Deutschland eroeffnen...
Dieses Sandwich, begleitet von einem Kale Salat (Gruenkohl, habe ich nie gemocht, schmeckt mir jetzt prima), ist bestrichen mit Veganaise und belegt mit angebratenem Tofu, Avocado, Tomate, Gurke und Salat. Und von dem guten Stueck gab es noch ein zweites (auf dem Foto schon weggeputzt). Ohhhh, es war so lecker!!




Und zum kroenenden Abschluss nach dem BLT Sandwich noch einen veganen Cupcake (gekennzeichnet durch das kleine, niedliche "V" auf dem rechten Cupcake). Mein erster richtiger Cupcake und obwohl ich so satt vom Mittagessen war, habe ich ihn ganz verputzt. Das gute Stueck nennt sich Red Velvet und ist mit einem Frosting versehen, das - festhalten - wie Raffaelo schmeckt! Und die Amerikaner kennen Raffaelo anscheinend gar nicht. Ich bin eigentlich nicht so der Fan von Suessigkeiten, aber von diesem Kerlchen haette ich glatt noch 2 mehr essen koennen. 




Eine meiner Proteinquellen. Seitan Pulled BBQ. Ich musste sofort an Pulled Pork denken und habe den Seitan klassisch in einem Broetchen essen wollen. Leider gibt es hier keine vernuenftigen Broetchen. Also habe ich selbst welche gebacken. Die irgendwie nicht so wirklich was geworden sind. Egal, Seitan aufgewaermt (mehr musste man nicht tun) und in das sehr kompakte Broetchen gepackt. Ich war etwas enttaeuscht, das ganze war relativ trocken und die Wuerzung war nicht so ganz mein Ding. Vielleicht lag es aber auch am Broetchen.




Den musste ich auch unbedingt ausprobieren. Frischkaese mit Scnittlauch und Zwiebel von Daiya. Leider fuer mich etwas zu suesslich, wie es die meisten Sojaprodukte sind. Besser: Cream Cheese von Tofutti. Etwas fester in der Konsistenz, aber sehr viel neutraler und vor allen Dingen nicht so suess.




Das war noch in New York. Auf einem kleinen Wochenmarkt entdeckte ich einen veganen Backstand. Und da ich in Amerika irgendwie mehr Gelueste auf etwas Suesses habe als in Deutschland, musste ich den Pflaumen-Basilikum-Muffin probieren. Ich entschied mich fuer den mit Basilikum, weil ich weiss, dass Amerikaner sehr viel suesser essen als wir. Er war auch sehr lecker, aber fuer mich trozdem immer noch zu suess. Ich schenkte den Rest also einem Obdachlosen, der hungrig zu sein schien. Und so bekam ich mein erstes" God bless you, young lady".




Diese wunderwunderwunderbaren Patties von Simple Truth (Rezension hier). Diesmal als Mittagessen als Sandwichbrot (Whole Grain) mit Salat, Gurke und Tomate. Nayonaise, Senf und Gurkenrelish als Sosse. Dazu einen kleinen Salat. Ein wirklich einfaches, schnelles und sehr leckeres Mittagessen, kann man auch gut mit in die Uni/Schule/Arbeit nehmen :)





Ich bin kein Fan von mexikanischem Essen, aber wenn man bei anderen Leuten zu Gast ist, kommt man nicht drum rum. Ich hab also das beste draus gemacht und im Restaurant einfache Tacos mit Gemuese und Tofu bestellt. Leider hatte ich vergessen Bescheid zu sagen, dass ich keien Bohnen mag. Diese wanderten dann unangetastet wieder in die Kueche. Aber die Tacos waren echt gut - fuer mexikanisches Essen :)




Finde mal ein vernuenftiges Muesliin Amerika, das nicht mit High Fructose Corn Syrup angereichert ist! Dieses hier gabs im Farmer's Market und hat mich sehr sehr gluecklich gemacht. Ein Muesli, nur gesuesst mit Honig und Fruechten, super knusprig und naehrstoffreich. Es hat mir schon den einen oder anderen Morgen versuesst.




Hier ein weietres, einfaches Gericht, was sich gut zum Mitnehmen eignet: Wraps, gefuellt mit Sojanuggets (Gardein, gibts auch in Deutschland, Rezension hier). Dazu Salat, Nayonaise, etwas veganer Kaese, Paprika und Tomate. Die Wraps waren recht klein, deswegen gab es fuer mich zwei :3




Neben Pancakes sind Waffeln in Amerika ganz gross. Fuer ein einfaches Fruestueck schmeisst man sie einfach in den Toaster und nach 2 Minuten sind sie schoen kross und warm. Da die Amerikaner auf den gluten-frei Zug aufgesprungen sind (oder kommt es von hier?), gibt es viele Sorten in gluten-frei. Und das beste: von der Marke Van's sind die Waffeln auch noch vegan! Ich konnte mich also austoben in Erdbeer-, Blaubeer- und Apfelwaffeln. Auch ne gute Idee fuer zu hause, obwohl ich selbstgemachte Waffeln besser finde (die hier sind auf Dauer etwas trocken). Hab aber kein Waffeleisen :/. Auf dem Foto gibt es eine Apfelwaffel mit Mango und Ahornsirup.





Das gute alte Kaesebrot! Natuerlich mit Daiya Kaese (die Sorte Provoloe ist sehr zu empfehlen). Ich war so froh, als ich endlich deutsches Pumpernickel im Supermarkt gefunden habe! Sehr viel besser als dieses toastaehnliche Brot der Amerikaner.





Zu guter Letzt noch ein ganz heisser Tipp fuer ein leckeres Mittag- oder auch Abendessen: die Creamy Tomato Pasta Sauce von maple spice! Ich habe sie das erste Mal gemacht und war begeistert! Die Zubereitung dauert zwar etwas laenger, aber dafuer ist das Rezept fuer eine groessere Menge ausgelegt und man kann den Rest getrost einfrieren. So hat man auch fuer die naechsten Tage was davon. Die Sosse basiert auf Tomaten und Kokosmilch und wird tatsaechlich super cremig! Ich habe sie hier mit veganem Parmesan und Basilikum getoppt. Zuhause werde ich sie wieder machen du einfrieren. Leckerer und einfacher geht es echt nicht.



Ich habe noch 19 Tage in Amerika und werde mit Sicherheit noch das ein oder andere neue ausprobieren. Und ist es wert, darueber zu berichten, werdet ihr es hier lesen :)


Tuedelue
Sarita

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