Sonntag, 6. Oktober 2013

Vegan for Fit - Challenge und die erste "Sünde"

Hallo ihr Lieben!

Wieder sind ein paar Tage ins Land gezogen. Und meine Vegan for Fit Challenge läuft weiter. Aber wie gesagt nur zum halben Teil. Der andere Teil sind fettarme Gerichte aus meinem eigenen Rezeptbuch.
Ich habe viele leckere Nudelpfannen mit viiieeel Gemüse gegessen, genauso wie das Bananen-Kakao-Erndnuss Müsli aus dem Buch.
Nächste Woche stehen auch wieder Dinge wie "Bolognesesauce" mit Brokkoli (anstatt Zucchini) auf dem Programm, genauso wie Blumenkohl mit Currysoße und Knuspertopping, sowie Caprese vegan Style. Auch das Sandwich wird wieder aufgegriffen, genauso wie diese Woche. Nur ohne Avocado denk ich. Das Brot ist immer so voll und schwer zu essen :D

An manchen Tagen gab es für mich auch einfach nur ein Brot mit Bärlauchaufstrich und Tomate oder Gurke. So wie dieses.

Jaa, mir ist wieder erst beim 2. Bissen das Foto-machen eingefallen :D

Heute war ich bei meiner Mama zum Essen. Sie hatte Geburtstag und ich habe auf ihren Wunsch meine vegane Lasagne gemacht. Auch wenn ich für Freund einen Teil mit Käse machen musste, kam sie bei dem Rest der Familie sehr gut an! Sowas freut einen :)

Mit der Unigeschichte habe ich mich auch langsam abgefunden. Es ist zwar immer noch nicht raus, ob ich in alle Germanistikkurse reinkomme, aber Englisch kommt ja auch noch. Das kann auch noch was werden...
Morgen darf ich mich auf jeden Fall dran setzen und mich direkt um 9 für ein Schulpraktikum anmelden. Wenn ich nicht schnell genug bin, gibt's halt keinen Platz. Immer dieser Zeitstress. Dafür habe ich aber erfahren, dass ich mir meine Schule doch nicht aussuchen kann. Was meinem speziellen Ziel nicht gerade weiter hilft. Naja, für irgendwas wird es schon gut sein.

Tja...und ich bin das erste Mal schwach geworden. Seit 5 Monaten habe ich keine tierischen Produkte zu mir genommen. Und gestern war es dann soweit. Ich war feiern und kam "leicht beduselt" nach hause. Freund war auf dem Weg zu uns von einer anderen Party und wir beschlossen, dass wir noch Hunger hatten. So richtig fiesen Hunger den man entwickelt, wenn man was getrunken hat. Also eigentlich keinen Hunger, sondern nur Appetit. Das Hungergefühl bildet man sich dann ja auch gerne ein.
So kam es, dass ich "mal eben" eine "ganz gesunde" Nudelpfanne für Freund ich mich zauberte. Bestehend aus Nudeln, Zwiebeln, Ketchup und Gewürzen :D
Für Freund sollte ich noch Käse reintun. Und das war mein Untergang. Ich schnippelte also Käsewürfel von mittelaltem Gouda...der Duft stieg mir in die Nase...und geleitet vom Alkohol nahm ich mir einfach einen Würfel und steckte mir ihn in den Mund.
Ohhh, wie lecker das war! Es war um mich geschehen. Ein zweiter und ein dritter wurde genascht, dann hielt mich mein letzter Rest Disziplin von weiterem Vergehen ab.
ABER! Dann brutzelte er so in der Pfanne. Mit er Portion Nudeln vom Freund. Wie herrlich er schmolz. Und duftete. MIt der Gabel langte ich rein und zog mir die dicksten Nudel-Käse-Klumpen raus. Ich war wie im Himmel.
Trotzdem ließ ich Freund noch was übrig :D
Tja...und im Endeffekt...hält sich mein schlechtes Gewissen in Grenzen. Mich vegan zu ernähren hat nichts mit Selbstkasteiung zu tun. Auch nicht mit Verzicht. Und ich finde jetzt auch meinen geliebten Jezzini Monti immer noch genauso lecker und dem Gouda würdig. 
Es macht für mich keinen Sinn, sich ewig lang Selbstvorwürfe zu machen. Ja, ich habe Käse gegessen. Ja, es ist eigentlich gegen meinen Grundsatz. Aber NEIN, durch diesen kleinen "Patzer" wird kein Tier mehr gequält. Freund kauft jetzt nicht extra ein Stück Käse mehr deswegen.
Es ist passiert, ich kann es nicht ändern. Es war sehr lecker, aber jetzt ist auch wieder gut. Ich habe kein schlechtes Gewissen, weil ich dadurch jetzt weiß, dass mich solche Ausrutscher nicht von meinem Weg abringen. Käse zieht mich nicht mehr da raus. Und das macht mich glücklich :)

So ist der Stand der Dinge. Ich bin trotz dem knappen halben Jahr immer noch sehr glücklich mit der veganen Ernährungsweise und habe nicht vor, irgendwas zu ändern. Ausrutscher gibt es immer wieder, niemand ist perfekt, aber ich habe das Bewusstsein, was (mir) wichtig ist. Und darauf kommt es an.

Und mit diesen Worten werde ich mich jetzt gemütlich auf dem Sofa zurück lehnen, meinen wirklich sehr vollen Magen pflegen und den Sonntag ausklingen lassen :)

Liebste Grüße!

Kommentare:

  1. sehr schöner post :) ich finde jeder sollte das handhaben wie er möchte.
    ich selber bin keine veganerin, möchte es aber mal werden. mir passieren öfters solche ausrutscher, aber man steht einfach wieder auf und macht halt weiter.
    ich hab mich daran gewöhnt, nur noch vegan zu kochen und zu backen, mir veganes essen mit in die schule zu nehmen und vegan zu frühstücken.

    aber wenn es doch mal vorkommt, dass meine mutter zuhause ist, und sich nudeln mit tomaten-gorgonzolasoße gekocht hat, kann ich einfach nicht wiederstehen :D da siegt auch einfach die faulheit!
    und das ist weder ein weltuntergang, noch heuchelei :) jeder wie er es schafft :))

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    1. Hallo Lina!
      Danke für deine netten Worte. Inzwischen habe ich ja meinen Weg gefunden. Trotzdem sind Sünden die Seltenheit geblieben. Natürlich schmachte ich, wenn Freund sich einen Ofenkäse macht. Aber es geht immer besser und ich freue mich dann später, dass ich es nicht getan habe, schon allein wegen der Kalorien :D

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