Freitag, 28. Juni 2013

Minchallenge endet - und jetzt?

So Kinners. Die Minichallengewoche ist um. Ich habe mich von Freitag bis Freitag komplett vegan ernährt. Wie ist das Fazit?

Ich fühl mich gut!!

Es hat alles so super geschmeckt, so super geklappt! Ich habe neue Gerichte entdeckt und probiere viel mehr aus als früher. Da war bei den meisten Rezepten Fleisch drin und das war mir dann zu teuer (armer Student und so). 
Hier mal eine kleine Vor- und Nachteilliste.

*Vorteile*

- viele neue Rezepte entdeckt, die unglaublich lecker sind! Die meisten kann ich mit den Dingen machen, die ich eh zu hause habe oder leicht erschwinglich sind. Kokosmilch und Currypaste für meine Nudeln mit Curry-Erdnuss-Kokos-Soße kriege ich in einem der 43987 Asialäden in meiner Gegend. Der Rewe in der Stadt hat meinen veganen Käse. Ich kann mir schnell mit einem Sojajogurt aus dem Supermarkt ein leckeres Schichtdessert für die Uni machen aus Dinkelnuspermüsli, eben diesem Joghurt und Obst. Lecker.

- der vegane Käse von Wilmersburger ist der HIT! Den Pizzaschmelz finde ich inzwischen noch besser als normalen Raspelkäse. Er schmilzt zwar nicht, dafür wird er herrlich knusprig, was ich persönlich lieber mag. Die "Käse"-Scheiben haben für mich das große Potenzial, den Käse aufm Brot komplett zu ersetzen.

- ich habe 1,5 Kilo in der Woche abgenommen. Muss an dem geringeren Käsekonsum liegen. Ich esse viel Gemüse (hab ich aber schon vorher, jetzt "muss" ich es aber :D).

- ich fühle mich fit, auch wenn ich mich früher kaum weniger fit gefühlt habe. Aber das Essen liegt weniger schwer im Magen, auch wenn ich mich mal an nem Gericht überfressen habe :D

- ich bin in den Genuss von vielen Vegan-Blogs gekommen, die auch nicht nur über Ernährung posten. Ich habe Lesestoff für für die nächsten Monate ^^

- ich habe keine Probleme mit der Verdauung. Als ich ein Jahr lang "Schlank im Schlaf" gemacht habe, hat sich öfters mein Bauch gemeldet, dem das kohlenhydratarme Essen abends nicht so ganz gut bekam.


*Nachteile*

- da ich Erdnussbutter liebe und es inwzischen dann auch wichtiger Bestandteil meiner Küche ist, esse ich viel davon. Auch Erdnüsse sind ab jetzt immer im Haus. Das schlägt natürlich auf die Hüften :D

- heute wollte ich mir Mittagessen kaufen, weil ich mein Brötchen schon vormittags gegessen habe. Man, ist das schwierig, veganes, schneller Mittagessen in einem Bochumer Vorort zu bekommen. Besonders wenn die Fachverkäuferinnen mit dem Begriff "vegan" total überfordert sind. "Ich weiß nicht, ob das Dinkelbrötchen vegan ist. Da ist auf jeden Fall soundsoein Schrot drin und Dinkel und Eiklar und Milch....". Toll.

- ich weiß noch nicht, wie ich das auf Dauer machen könnte mit dem auswärts Essen oder Essen bei der Familie. Freunde sind da super tolerant, aber ich weiß, dass meine Großeltern damit total überfordert wären und das auch nicht gutheißen würden. D.h. auch wenn ich mir mein Essen selbst mitbringen würde, würden sie sauer aus der Wäsche gucken. Sind halt eher konventionell veranlagt...

- der vegane Käse ist vergleichsweise teuer. Was aber an sich nicht wirklich ein Nachteil ist, denn ich habe auch für Biokäse soviel bezahlt. Hat ja auch geklappt.

- die Leute gucken einen komisch an, wenn man fragt, ob dieses oder jenes vegan ist. Das stört. Als ob man eine Krankheit hat oder eine ganz besondere, seltsame Art Mensch wäre. Oder als würde man sich anstellen. Das gefällt mir nicht. Deswegen werde ich das auch nicht an die große Glocke hängen.


Aber schlussendlich: was soll ich sagen?! Ich komme super damit klar.
Wieso also nicht noch eine Woche dranhängen? Oder zwei?
Vielleicht gehe ich von selbst in den dauerhaften Veganzustand über. Was ich mir gut vorstellen kann. Ich möchte mir aber - im Moment noch - das Hintertürchen offen halten.

Ich mache einfach weiter und gucke, wohin es mich bringt :)

Zum Schluss möchte ich euch noch zwei Impressionen von meinen veganen Gerichten präsentieren, die ich in den letzten Tagen gemacht habe (leider diesmal nicht aufgehübscht, da mein Handy irgendwie spinnt) und mich ganz doll bei der Unterstützung in Form von Tipps und Ratschlägen bedanken, die ich von manchen Bloggern bekommen habe :)


Spaghetti, geschwenkt in Tomaten-Knoblauch-Butter (Alsan), dekoriert mit Rucola.





Korkenziehernudeln mit einer Soße aus passierten Tomaten, Kokosmilch, Knoblauch, Basilikum und Weißwein. Mit veganem Käse kurz in den Ofen geschoben und knusprig werden lassen. Das Rezept (meins ist leicht abgewandelt) findet ihr hier. Superlecker!! EIns der besten Gerichte, die ich seit langem gegessen habe.

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